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Was ich im 1. Monat meiner Selbstständigkeit gelernt habe

Was ich im 1. Monat meiner Selbstständigkeit gelernt habe

Die Top Ten meiner neuen Erfahrungen und Erkenntnisse, seitdem es mich als Unternehmerin gibt:

  1. Dünne Briefe sind die gefährlichsten (meistens Rechnungen).
  2. Dicke Briefe sind harmlos, aber Zeitfresser. Um zu der Seite zu gelangen, die das enthält, was ich wissen will, muss ich sämtliche andere Flyer, Folder und clever gestaltete Mäppchen durchsehen oder sogar -lesen.
  3. Unregelmäßige Arbeitszeiten sind vorprogrammiert (aber das, was ich wollte!): Plane ich einen Tag Freizeit ein nach einiger Zeit fruchtlosem, aber doch zeitintensiven Selbstmarketing, kann ich mir sicher sein, dass genau an dem Tag mindestens drei Dinge plötzlich dringend zu tun sind.
  4. Netzwerken erinnert mich an Werken. Nämlich an den Werkunterricht damals an der Schule. Man bekommt viele Tipps, wie etwas zu bewerkstelligen ist, aber wenn man sie dann selbst anwendet, kommt entweder ein Riesenfilzhut oder ein rauchender Schaltkreis ohne leuchtender Birne dabei raus.
    Es ist wie bei allem im Leben: um den eigenen Weg, den der sich gut anfühlt, und der für mich selbst funktioniert, zu finden, muss ich vieles zuerst ausprobieren.
  5. Jede Minute jeden Tages ist Arbeiten. Abschalten gibt’s nicht mehr. Essen gehen ist Networking, Naturfotos schießen bedeutet Training für den Ernstfall, im romantischen Moment bei Kerzenschein kommt mir eine neue Idee für ein Gemälde, sogar in den Träumen entwickle ich Marketingstrategien. Gut, dass ich gern arbeite, in all dem was ich jetzt mache!
  6. Langweilig wird mir nicht mehr. Die Frage „Was jetzt?“ lässt sich mannigfaltig beantworten und die To-Do-Liste beliebig ergänzen.
  7. Mein Abenteurergeist war sehr hungrig. Ja, es ist ein Abenteuer, seine eigene Firma zu gründen, und es fühlt sich auch so an. Es wohnt so ein kleiner Wicht in mir, der mir immer wieder sagt: „Mach ‚was Neues! Verändere dich! Werde besser in allem, was du liebst!“. Der freut sich gerade sehr und wächst über sich hinaus, sodass aus dem kleinen Wicht bald ein Regenbogeneinhorn mit Kulleraugen wird.
  8. Nicht alle Befürchtungen treten ein. Zum Beispiel sorgte ich mich darum, dass mir das Fotografieren in Zukunft weniger Spaß machen könnte, weil ich es ja machen muss. Das war ein Irrglaube, denn es macht mir sogar noch mehr Spaß als vorher, die Kamera in die Hand zu nehmen. Ich dachte nicht, dass das möglich wäre.
  9. Nicht alle Hoffnungen werden wahr. Dass es gerade für mich einfacher werden würde, Aufträge an Land zu ziehen – das war eine Hoffnung, die sich bisher nicht bewahrheitet hat. Ich muss Blut schwitzen wie alle anderen auch. Aber das ist OK, sonst würde ich mich vielleicht nur darüber wundern, wie viel Glück ich habe. Und das Glück ist ja bekanntlich a Vogerl.
  10. Es war der richtige Schritt für mich. Es fühlt sich so gut an!
  11. Planung will gelernt sein. Wenn ich plane, 10 Dinge zu erledigen, werden es entweder zwölf oder neun. Oder sechseinhalb. Aber niemals 10.

Meine täglichen Helferlein

Liebe JungunternehmerInnen!
Was sind eure Erfahrungen, seitdem ihr den großen Schritt ins kalte Wasser gewagt habt? Schreibt es mir, ich würde mich freuen!

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