23 Mrz

Konzertfotografie Jam Club Wilhering

Kennst du österreichische Musik? Und komm mir jetzt nicht mit Volksmusik und Schuachplattln! Dass diese zu unserer Kultur gehören und auch ziemlich cool sein können, bestreite ich nicht. Aber ich meine österreichische Bands und VollblutmusikerInnen, die es im Probenraum krachen lassen, die voll in ihrer Berufung aufgehen und für die Musik leben bedeutet. Gibt es nicht bei uns, sagst du? Das könnte man tatsächlich glauben, wenn man heimische Radiosender hört und die großen Konzertsäle besucht. Viel Publicity erhalten sie nicht, die österreichischen Musiker, aber das heißt nicht, dass sie nicht existieren. Letzten Freitag, den 18.3.2016, war ich als Fotografin zu Besuch beim Jam Club Wilhering. Ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge einheimische Bands zu unterstützen.

 

Mindless (8)Bühne frei für Österreichs MusikerInnen!

Dass und warum die Konzertfotografie eine meiner größten Leidenschaften ist, habe ich hier schon beschrieben. Auf der Bühne öffnen sich Menschen, lassen die Sau raus, geben raue Emotionen frei. Das fotografisch einzufangen und dabei noch die Musik genießen zu können, ist jedes Mal wieder ein wunderschönes Erlebnis.

Letzten Freitag hatte ich im Jam Club Wilhering gleich drei Bands vor der Linse: Immermehr (Österrock aus Gols), Mindless (Alternative Rock aus Schwanenstadt) und Viktoria Minor (melancholischer Rock aus Wels/Wien).

Immermehr2
Dieser Abend stand ganz im Zeichen des Rock – heulende E-Gitarren, treibende Drums, tiefe Bässe, gepaart mit einer rauchigen Stimmen (mit Ausnahme von Viktoria Minor, deren melodiöse Vocals einen bezaubernden Kontrast bildeten). Die sogenannte Open Stage bietet aber jeglicher Musikrichtung die Chance für einen ersten Auftritt mit professioneller Bühnentechnik. Jeden Monat findet ein Abend statt, an dem thematisch ähnliche MusikerInnen ihr Können zeigen.

Viktoria Minor (14)Der Jam Club Wilhering bietet Besuchern so die Möglichkeit, österreichische Bands kennenzulernen und lokale Musik zu entdecken.
Für die MusikerInnen ist es eine einzigartige Chance für einen öffentlichen Auftritt mit professionellem Sound und toller Lightshow.
Ich bin begeistert und werde sicher wieder hinschauen, denn auch zum Fotografieren ist es ein Genuss!

 

Weiterführende Links:
http://www.jamclub.at/
http://www.immermehr.at/
http://www.mindless-music.at/
https://www.facebook.com/viktoriaminor/

Für Fragen zur Verwendung der Fotos schreib mir ne Mail! Bei Bedarf gibt’s noch ein paar Hundert mehr. 😉

 

 

 

13 Mrz

Marlenes Fotoabenteuer – Endstation Autofriedhof

Auf meinen Abenteuern verschlägt es mich oft an düstere Orte wie zuletzt in den Linzer Untergrund. Dieses Mal besuchte ich die finale Ruhestätte dutzender Fahrzeuge des vorigen Jahrhunderts.

Autofriedhof

Endstation Autofriedhof

Da ich mich leider bei Autos nicht auskenne, kann ich nichts zu den Modellen und Marken erzählen – ich lasse die Bilder für sich sprechen.

Die Location war bunt und düster zugleich und zeigte auf wundervolle Art die Schönheit des Verfalls.

Ein paar ausgewählte Fotos gibt es hier auch als hochwertigen Wandschmuck zu bestellen. Kunstdrucke entweder auf Leinwand oder Alu-Dibond. Andere Motive gerne auf Anfrage.

08 Feb

Bühnen- & Konzertfotos

Oft fragen mich neue Bekanntschaften: “Was fotografierst du denn am liebsten?” Meine Antwort variiert. In Wahrheit kann ich diese Frage nämlich nicht so schwarz-weiß beantworten.

Mein Interesse ist nicht exklusiv einem Thema gewidmet

Es geht mir in der Fotografie so wie im restlichen Leben auch: Ich finde an beinahe allem und egal in welchem Moment etwas, das mich interessiert. Das macht auch Spaziergänge mit mir so ausgedehnt: Ich bleibe jeden zweiten Schritt stehen, um etwas zu fotografieren, das mir ins Auge gefallen ist. Das kann ein Blatt sein, das im Sonnenlicht schimmert, die Textur einer Holzbank aus nächster Nähe oder der farbenfrohe Inhalt eines Mülleimers. Es kann auch passieren, dass ich anstatt vorwärts zu marschieren wieder einen Schritt zurück mache, um die richtige Perspektive zu finden. Eventuell umrunde ich dabei das Objekt meines Interesses mehrfach, lege mich vor ihm auf den Boden oder suche etwas, auf das ich klettern kann, um aus der Vogelperspektive fotografieren zu können. Ein Spaziergang mit mir braucht viel Geduld – oder einen Begleiter, der sich selbst zu beschäftigen weiß 😉

Bauchweh Rock Konzertfoto by nobelbunt

 

Die Bühnen- und Konzertfotografie

Dass ich das, was ich besonders gern mache, auch richtig gern fotografiere, sollte allerdings niemanden überraschen. Weil ich reite, fotografiere ich gerne Pferde, weil ich die Natur liebe, mache ich gern Landschaftsaufnahmen und weil ich bei Live-Musik so richtig die Sau rauslassen kann, bin ich leidenschaftlich gern Konzertfotografin.

Ohne Musik wäre mein Leben nicht komplett. Wenn die eigene Gitarre auch lange unangetastet herumhängt, berührt sie doch mit jedem Klang, sogar mit jedem Mal daran vorbeigehen und ansehen, mein Herz. Musik bringt etwas in mir zum Erklingen, und für Live-Musik gilt das in gesteigertem Maße. Die Talente auf der Bühne sind dabei absolut in ihrem Element, konzentriert auf diese eine Sache, nicht bemüht, in die Kamera zu lächeln oder möglichst vorteilhaft zu posieren. Nein, sie stehen auf der Bühne und sind sie selbst, oft ein Teil von sich selbst, den sie im Alltag nicht immer preisgeben. Und das spürt das Publikum, das heizt die Stimmung auf und ist einer der Gründe, warum ich die Bühnen- und Konzertfotografie liebe.

Die Frage nach dem Wie

Was ich am liebsten fotografiere kann ich nicht allgemein gültig beantworten, da es je nach Tagesstimmung variiert. Aber vielleicht ist das die falsche Frage.

Fragt mich besser, wie ich am liebsten fotografiere! Dann kann ich euch nämlich sagen: ich mag natürliche Fotos lieber als Inszenierungen, authentische Charaktere lieber als Photoshopping und Experimentieren mehr als immer wieder das gleiche zu machen.
Das ist es also auch, was ihr von mir als Fotografin erwarten dürft: Ich zeige euch so, wie ihr seid, mit allen Ecken und Kanten, aber im richtigen Licht. Das gleiche gilt für Produkte, Interior- und Architekturfotografie.

Bauchweh Rock Konzertfoto by nobelbunt

Die hier gezeigten Fotos habe ich auf einem Konzert von Bauchweh Rock 2015 geschossen.

30 Dez

Gewinnspiel Fotoposter

Gewinne ein hochwertiges Fotoposter!

Hilf mir, das beste Foto 2015 zu finden, indem du bis Do, 7.1.2016, 16:00 einen Kommentar unter diesem facebook-Beitrag hinterlässt:

Welches Foto gefällt dir am besten?
Warum soll es genau an deiner Wand hängen?

Unter allen Kommentaren wird per Los ein Gewinner ermittelt, der ein hochwertiges Fotoposter seines gewünschten Motives in der Größe von 60 x 40 cm erhält.
Das Foto mit den meisten Stimmen stelle ich außerdem als Wallpaper zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Klicke auf ein Foto, um es zu vergrößern:

 

Teilnahmebedingungen

  1. Das Gewinnspiel startet am 31.12.2015 und endet am 7.1.2016 um 16 Uhr.
  2. Es wird 1x ein Fotoposter verlost, dessen Motiv sich die TeilnehmerInnen aus 6 Vorschlägen auswählen können. Zusätzlich wird das Motiv mit den meisten Stimmen als Wallpaper zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.
  3. Die Teilnahme erfolgt über einen Kommentar auf diesen Facebook Post. Mehrere Kommentare werden als eine einzelne Teilnahme gewertet.
  4. Kommentare die gegen die Facebook Richtlinien, österreichisches Recht und/oder das Copyright verstoßen werden nach Kenntnisnahme ohne Ankündigung entfernt. Der Teilnehmer ist damit vom Gewinn ausgeschlossen.
  5. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen aus Österreich, da der Versand des Fotoposters ausschließlich innerhalb von Österreich erfolgt.
  6. Der/die GewinnerIn wird binnen 7 Tagen nach Gewinnspielende nach dem Zufallsprinzip ermittelt.
  7. Der/die GewinnerIn wird über die Facebook Kommentarfunktion des Facebook Posts informiert. Er/sie muss sich innerhalb von 5 Werktagen per E-Mail an marlene@nobelbunt.at oder über eine private Nachricht an die nobelbunt Facebook Seite mit seinen Adressdaten melden. Meldet sich der/die Gewinnerin nicht innerhalb dieser Frist, wird das Fotoposter erneut unter allen TeilnehmerInnen verlost.
  8. Da das Fotoposter erst nach Gewinnermittlung produziert wird, kann sich dessen Versand um bis zu 8 Wochen verzögern.
  9. Es werden alle Facebook Namen der TeilnehmerInnen erfasst und zur Gewinnermittlung gespeichert. Alle Daten werden spätestens 30 Tage nach Ende des Gewinnspiels gelöscht. Adressdaten werden nur von dem/der GewinnerIn erfasst und nur zum Versand des Gewinnes genutzt. Es werden keine Daten an dritte weitergeben. Den TeilnehmerInnen stehen gesetzliche Auskunfts-, Änderungs- und Widerrufsrechte zu.
  10. Facebook hat nichts mit diesem Gewinnspiel zu tun und ist kein Ansprechpartner für dieses Gewinnspiel.
28 Dez

Spotlight Christmas Show 2015 Bühnenfotos


“Let’s Dance”
hieß es am Montag vor einer Woche bei der Spotlight Christmas Show der Dancing World. Im Neuen Rathaus zeigten kleine und große TänzerInnen ihr Können und begeisterten mit herausragendem Talent. Die Spotlight Show findet alljährlich kurz vor Weihnachten statt.

Dancing World Spotlight Christmas Show 2015 - (11)

Ich war zum ersten Mal dabei und konnte den Abend mit dem Blick durch die Linse genießen. Die unglaubliche Vielfalt an Tänzen und Songs verzauberten das Publikum über drei Stunden lang und ließen es laut jubelnd zurück. Sogar ich geriet ein wenig in Weihnachtsstimmung!

Bühnenfotos & mehr

Dancing-World-Spotlight-Show_Programm

Nicht nur durfte ich die Bühnenfotos schießen, sondern auch die Eintrittskarten und das Programm für Alexander Kreissl gestalten. Bei Interesse an einem All-in-Paket wie diesem oder den einzelnen Leistungen melde dich einfach bei mir!

Hier meine bildlichen Highlights der Show:

Zum Vergrößern auf eines der Fotos klicken!
10 Dez

Meine Fotos als Wallpaper – Wege zur Stärkung

Oft werde ich gefragt, was ich mit meinen vielen Fotos denn eigentlich mache. Ob ich sie mir nach dem Abspeichern jemals wieder ansehe.

 

Verstauben meine Bilder auf der Festplatte, so wie früher in Fotoalben?

Lange Zeit war es so, dass ich von Fotoshooting von Fotoshooting gehetzt bin, mit den entstandenen Fotos selten wirklich zufrieden.  Ich sah immer das, was ich noch verbessern könnte, die “Fehler”.

Perfektionistisch? Ja, definitiv.

Aber aus dem Streben nach Perfektion entsteht etwas, das genau das hemmt, das ich für gute Fotos brauche: Kreativität!
Wenn ich im Kopf genau weiß, wie ein perfektes Foto auszusehen hat, werde ich während des Fotografierens immer nach diesem streben und niemals einfach etwas ausprobieren.

Inzwischen ist das Experimentieren aber eine meiner Lieblingsbeschäftigungen in der Fotografie, wie auch im sonstigen Leben geworden. Was soll passieren, außer dass ich mit einem Foto nicht zufrieden bin (was ich ja sowieso selten war)?

Was tatsächlich passiert ist etwas Wunderschönes: Ich lasse los, entdecke neue Wege, habe mehr Spaß am Fotografieren und der kreativen Arbeit denn je. Auch meinen Models macht es sichtlich Freude.

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Rituale helfen beim Festigen neuer Gewohnheiten

Du fragst dich jetzt sicher: Aber wie? Wie verändert man seine gewohnten Sichtweisen so sehr?
Ich denke, da muss jeder seinen Weg finden – und nahezu jeden Tag versuchen, nicht wieder in alte Muster zurückzufallen.

Mir helfen dabei Rituale.
Nach einem Fotoshooting stehen folgende Schritte an:

  1. Fotos hochladen
  2. Fotos aussortieren – die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins … Papierkörbchen
  3. Fotos bearbeiten
  4. Fotos als .jpg in verschiedene Größen exportieren
  5. DVD für meine KundInnen brennen

Dieser Ablauf hat sich bewährt und ich behalte ihn bei – er ist nahezu immer der gleiche. Das ist meine Arbeit. Und früher war es damit getan – Fokus auf’s neue Projekt.

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Besinne dich auf deine Stärken!

Was ich jetzt aber immer daran anschließe, ist Folgendes:

Während der Bildbearbeitung fällt mir zwangsläufig auf, was an den Fotos besser sein könnte – aber auch, was mir richtig gut gefällt. Diese guten Fotos hole ich nochmals hervor und sehe sie mehrmals durch. Meistens am selben Abend, aber auch am nächsten Tag noch und einmal während der Woche. Außerdem wähle ich ein Foto aus, das ich als Wallpaper auf meinem PC verwende. So sehe ich es jeden Tag und erfreue mich an den Farben, der Komposition, der Tiefenschärfe etc. (hier kann jeder beliebige Begriff aus dem Fotografen-Jargon stehen). Nach dem nächsten Shooting wechselt das Wallpaper wieder, manche bleiben aber auch länger.

Dieses Ritual gibt mir Kraft, weil ich mich auf meine Stärken besinne.

 

Meine Fotos als Wallpaper

Um dir dabei zu helfen, das auch zu machen, biete ich dir einige ausgewählte meiner Fotos gemeinsam mit Ronald Lengyel von resilienz.at zum Download als Wallpaper an:

http://www.resilienz.at/resilienz-kraftbilder/

Du darfst diese kostenlos für den persönlichen Gebrauch verwenden.
Wenn dir eines davon besonders gut gefällt, oder du ein individuelles Bild haben möchtest, melde dich einfach!

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30 Nov

Was ich im 1. Monat meiner Selbstständigkeit gelernt habe

Die Top Ten meiner neuen Erfahrungen und Erkenntnisse, seitdem es mich als Unternehmerin gibt:

  1. Dünne Briefe sind die gefährlichsten (meistens Rechnungen).
  2. Dicke Briefe sind harmlos, aber Zeitfresser. Um zu der Seite zu gelangen, die das enthält, was ich wissen will, muss ich sämtliche andere Flyer, Folder und clever gestaltete Mäppchen durchsehen oder sogar -lesen.
  3. Unregelmäßige Arbeitszeiten sind vorprogrammiert (aber das, was ich wollte!): Plane ich einen Tag Freizeit ein nach einiger Zeit fruchtlosem, aber doch zeitintensiven Selbstmarketing, kann ich mir sicher sein, dass genau an dem Tag mindestens drei Dinge plötzlich dringend zu tun sind.
  4. Netzwerken erinnert mich an Werken. Nämlich an den Werkunterricht damals an der Schule. Man bekommt viele Tipps, wie etwas zu bewerkstelligen ist, aber wenn man sie dann selbst anwendet, kommt entweder ein Riesenfilzhut oder ein rauchender Schaltkreis ohne leuchtender Birne dabei raus.
    Es ist wie bei allem im Leben: um den eigenen Weg, den der sich gut anfühlt, und der für mich selbst funktioniert, zu finden, muss ich vieles zuerst ausprobieren.
  5. Jede Minute jeden Tages ist Arbeiten. Abschalten gibt’s nicht mehr. Essen gehen ist Networking, Naturfotos schießen bedeutet Training für den Ernstfall, im romantischen Moment bei Kerzenschein kommt mir eine neue Idee für ein Gemälde, sogar in den Träumen entwickle ich Marketingstrategien. Gut, dass ich gern arbeite, in all dem was ich jetzt mache!
  6. Langweilig wird mir nicht mehr. Die Frage “Was jetzt?” lässt sich mannigfaltig beantworten und die To-Do-Liste beliebig ergänzen.
  7. Mein Abenteurergeist war sehr hungrig. Ja, es ist ein Abenteuer, seine eigene Firma zu gründen, und es fühlt sich auch so an. Es wohnt so ein kleiner Wicht in mir, der mir immer wieder sagt: “Mach ‘was Neues! Verändere dich! Werde besser in allem, was du liebst!”. Der freut sich gerade sehr und wächst über sich hinaus, sodass aus dem kleinen Wicht bald ein Regenbogeneinhorn mit Kulleraugen wird.
  8. Nicht alle Befürchtungen treten ein. Zum Beispiel sorgte ich mich darum, dass mir das Fotografieren in Zukunft weniger Spaß machen könnte, weil ich es ja machen muss. Das war ein Irrglaube, denn es macht mir sogar noch mehr Spaß als vorher, die Kamera in die Hand zu nehmen. Ich dachte nicht, dass das möglich wäre.
  9. Nicht alle Hoffnungen werden wahr. Dass es gerade für mich einfacher werden würde, Aufträge an Land zu ziehen – das war eine Hoffnung, die sich bisher nicht bewahrheitet hat. Ich muss Blut schwitzen wie alle anderen auch. Aber das ist OK, sonst würde ich mich vielleicht nur darüber wundern, wie viel Glück ich habe. Und das Glück ist ja bekanntlich a Vogerl.
  10. Es war der richtige Schritt für mich. Es fühlt sich so gut an!
  11. Planung will gelernt sein. Wenn ich plane, 10 Dinge zu erledigen, werden es entweder zwölf oder neun. Oder sechseinhalb. Aber niemals 10.

Meine täglichen Helferlein

Liebe JungunternehmerInnen!
Was sind eure Erfahrungen, seitdem ihr den großen Schritt ins kalte Wasser gewagt habt? Schreibt es mir, ich würde mich freuen!

27 Nov

Marlenes Fotoabenteuer – Der Linzer Untergrund

Mit diesem Blogeintrag starte ich eine neue Kategorie:

Marlenes Fotoabenteuer

Ich fotografiere ja nicht nur beruflich, sondern auch privat. Ich experimentiere gerne mit verschiedensten Techniken, liebe natürliches Licht (freunde mich mit Blitzen aber immer mehr an) und besuche ungewöhnliche Orte mit meiner Kamera.

Der Limonistollen. Linzer Luftschutzbunker des WWII

Heute konnte ich zum Beispiel einer Führung durch den Linzer Untergrund beiwohnen. Eineinhalb Stunden lang ging es mit zehn anderen Interessierten durch den Limonistollen, einen riesigen Luftschutzbunker, den Hitler im Zweiten Weltkrieg bauen ließ.

Ich war dort vor etwa acht Jahren schon einmal, nachdem ein Bekannter durch Zufall auf einen Eingang gestoßen war. Ohne Plan und Vorbereitung marschierten wir damals zu viert mit Fackeln bewaffnet in den ersten großen Gang und machten uns da schon beinahe ins Hemd. Stetiges Tropfen hallte durch das Gewölbe, scheinbar von allen Seiten kommend. Die Luftfeuchtigkeit in diesen Tunneln ist zum Teil sehr hoch, sodass sich über die Jahrzehnte Stalagtiten gebildet haben. Von einem dieser Stalagtiten fiel in gleichmäßigem Rhythmus alle paar Sekunden ein Tropfen auf eine Plastikplane. Als wir das herausfanden, trauten wir uns weiterzugehen. Die Fackeln waren nicht die beste Idee, denn das flackernde Licht und die ständige Angst, sie könnten ausgehen, brachten uns bald dazu, die Erkundungstour abzubrechen. Wir kamen später noch einmal, besser ausgerüstet und dann auch mit Kamera.
Seit acht Jahren brannte ich darauf, wieder dorthin zurückzukehren, diesmal mit besserer Kamera und viel mehr Übung.

Heute war es also endlich so weit – die Aufregung war nicht mehr so groß wie damals, aber die Entdeckerfreude ungebrochen. Wir wanderten durch den Stollen, bekamen alle paar hundert Meter interessante Hintergrundinformationen und hätten letzten Endes alleine nicht mehr hinaus gefunden. Trotz Taschenlampen und der elektrischen Beleuchtung in manchen Gängen. Wie wäre das erst in der kompletten Dunkelheit, die uns umhüllt hatte, nachdem alle die Lampen für einen Moment ausgeschaltet hatten? Ein beklemmendes Gefühl.

Hintergrundinformationen durch den Tour Guide

Der Luftschutzbunker wurde von Zwangsarbeitern gegraben, politischen Gegnern Hitlers oder Arbeits- und Obdachlosen, sogenannten “Antisozialen”. Sie bekamen oft wochenlang kein Tageslicht zu sehen. Wenn sie nicht mehr arbeiten konnten, wurden sie in Konzentrationslager Mauthausen geschickt, weshalb im Stollen selbst verhältnismäßig wenige Menschen ums Leben kamen.

Am 25. Juli 1944 kam es zum ersten Mal zu einem Luftangriff in Linz. Da der Fliegeralarm aber vorher schon viele Male fälschlicherweise ausgerufen wurde, suchten viele der Linzer keinen Bunker auf.
Denkt man über die Geschichte nach, die hinter den Bauten liegt, während man durch die Gänge wandert, bekommt man ein mulmiges Gefühl. Obwohl wenig daran erinnert, dass sich einmal mehrere tausend Menschen darin aufhielten, scheint der Ort noch zu sprechen.

 

Wenn ihr den Linzer Untergrund selbst erleben wollt, könnt ihr hier eine Tour buchen:
http://www.limonistollen.at/

17 Nov

Wenige Ideen, mehr Sex

Wie bitte? Wenige Ideen, mehr Sex? Was soll das heißen?

Schildkröten Sex

Ich kann natürlich nicht für die Schlafzimmeraktivitäten sprechen (da gibt es genügend andere ExpertInnen), aber über Sex in der Werbung:

Was ich weiß ist, dass eine Werbeagentur, der die Ideen ausgehen, gerne in die tiefste Schublade greift.
Das ist jene, welche auf die rauen Emotionen und die instinktiven Triebe der Menschen abzielt. Egal, ob es zum Produkt bzw. der Dienstleistung passt oder nicht. Die Zielgruppe oft komplett außer Acht lassend räkeln sich dann junge halbnackte Damen um einen Staubsauger oder finden in Form von Pinups Platz auf der Weihnachtsedition eines Milchgetränkes wie vor kurzem bei Müllermilch.

Was die Beweggründe sind, solche Werbekampagnen zu starten, lässt sich oft nur erahnen. Auf jeden Fall stecken meistens eine zu wenig umfangreiche Markt- und Markenrecherche, unzureichende Auseinandersetzung mit den Unternehmenswerten und vielleicht ein zu knappes Timing dahinter. Natürlich lässt sich die Welt der Milchgetränke nicht in ein paar Wochen neu erfinden. Kühe locken in dem Zusammenhang schon lange niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, ob als Fotografien oder lustig gezeichnete Knuddeltiere. Auch mit den Klassikern der Weihnachtseditionen – Christbäumen, Nikoläusen und bunten Geschenken – hätte das Unternehmen keine Schlagzeilen gemacht. Vielleicht hat es also genau das erreicht, was es wollte? Publicity.
Es heißt ja, es gibt keine schlechte Publicity. Ach ja? Fragt doch mal VW! Der Abgasskandal zwang Volkswagen zu massiven Einsparungen. Klingt also nicht nach mehr Geschäft, sondern weniger.

Die Konsequenzen sind oft nicht absehbar

Was die von vielen Seiten als sexistisch und rassistisch beschimpfte Kampagne von Müllermilch an Konsequenzen nach sich ziehen wird, wird sich erst zeigen. Aber es gäbe bestimmt bessere Wege, Bekanntheit und neue Kunden zu erlangen, als sich selbst durch den Kakao zu ziehen. Vor allem, wenn der Kakao einem Traditionsunternehmen entstammt.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass die Verzweiflung enorm sein müsste, die mich dazu bewegen könnte, Sex in der Werbung meiner KundInnen einzusetzen.

Wie mein schlauer Trainer in der Ausbildung zum PR- und Werbetexter schon sagte:

“Hast du keine Ideen, verwende Sex, Tiere oder Babies. Das zieht immer.”

Aber keine Angst, ich habe genügend Ideen für euch.

Ich kümmere mich gern um eure nächste Werbeaussendung, seien es klassische Inserate, Poster oder etwas noch nie da Gewesenes aus dem Guerilla Marketing.